TECHNIK

 
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Bremsen
Fahrleitung
Fahrstrom
Gleise
Räder
Signale
Stromabnehmer
Weichen

Bremsen

Das "Standardbremssystem" bei Straßenbahnen ist die so genannte Generatorische Bremse. Bei dieser werden zum Abbremsen die antreibenden Elektromotoren als Generatoren verwendet. Der dabei erzeugte Strom wird über elektrische Widerstände in Wärme umgewandelt und kann zur Beheizung des Fahrzeugs verwendet werden. Bei modernen Fahrzeugen wird Strom in das Fahrleitungsnetz zurückgespeist.

Für Gefahrenbremsungen gibt es zusätzlich Magnetschienenbremsen. Diese zwischen den Rädern angebrachten Bremsen bestehen aus eisernen Schleifschuhen, welche durch Magnetkraft auf die Schienen gepresst werden. Dieses Bremssystem bietet den Vorteil, dass es das Fahrzeug auch bei rutschigen Schienen auf relativ kurzem Wege zum Stehen bringt.

Das Foto zeigt eine Magnetschienenbremse an einer Citadis-Straßenbahn.

Ferner ist für jedes Wagenteil eine Federspeicherbremse vorhanden. Diese erzeugt ihre Bremswirkung mittels Federkraft, d.h. es muss Kraft mittels Druckluft oder Hydraulik aufgewendet werden, um die Bremse zu lösen. In Grundstellung ist die Federspeicherbremse also nicht gelöst, sondern angelegt.

Um die Bremswirkung bei rutschigen Schienen zu verbessern, kann mittlels der Sandstreuvorrichtung Bremssand auf die Schienen gestreut werden. Bei einer Gefahrenbremsung geschieht dies automatisch.

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Fahrleitung (Oberleitung)

Dient zur Stromversorgung der Fahrzeuge. Es wird zwischen folgenden Systemen unterschieden:

Bei einer Einfachfahrleitung hängt nur der Fahrdraht ohne Tragseile über den Schienen. Diese stört optisch weniger, allerdings ist die Spannweite sehr begrenzt.

Die Kettenfahrleitung , welche auch bei der Eisenbahn verwendet wird, verfügt neben dem Fahrdraht auch über ein Tragseil. Dies ermögicht wesentlich größere Spannweiten, es sind also weniger Masten bzw. Aufhängungen erforderlich.


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Fahrstrom

Wird dem Zug über die Fahrleitung zur Verfügung gestellt, die Rückleitung erfolgt über die Schienen. Die Spannung beträgt bei der Münchner Trambahn 750 Volt Gleichstrom (bis 2001: 600 Volt)

Gleise

Es wird zwischen folgenden Gleisarten unterschieden:

Bei Rillenschienen ist im Schienenkopf eine Rille eingewalzt. Es wird in der Regel bei straßenbündiger Streckenführung oder längeren Bahnübergängen verwendet und gewährleistet, dass im Belag (Asphalt oder Pflaster) immer genügend Platz für den Spurkranz der » Räder verbleibt.

Vignolschienen (auch "Hochgleis" genannt) werden hingegen bei Strecken mit eigenem Gleiskörper verwendet. Er ist meist als so genannter Schotteroberbau mit Schwellen aus Holz oder Beton ausgeführt.

In jüngerer Zeit wird ein seperater Gleiskörper auch häufig als Rasengleis angelegt. Es kann mit Rillen- oder Vignolschienen ausgeführt sein.

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Räder

Die Räder bestehen aus dem Radkörper und dem umschließenden, aufgeschrumpftem Radreifen. An der Radinnenseite befindet sich der so genannte Spurkranz, der das Fahrzeug in den Schienen hält.

Bei Niederflurfahrzeugen werden (um einen durchgehend ebenen Fußboden im Wageninneren zu erreichen) in der Regel so genannte Losradfahrwerke verwendet, die ohne durchgehende Achsen auskommen.

Das Foto zeigt ein Rad einer Citadis-Straßenbahn in Nizza (Frankreich).

Signale

siehe » Signale

Stromabnehmer

Der Stromabnehmer leitet den » Fahrstrom aus dem » Fahrdraht über ein anschließendes Kabel ins Fahrzeuginnere weiter. Auf dem Stromabnehmer befinden sich Kohleschleifstücke, um den Verschleiß am Fahrdraht möglichst gering zu halten. Um eine Rillenbildung durch den entlangschleifenden Fahrdraht auf dem Schleifstück zu verhindern, ist die Oberleitung im leichten Zickzack über den Gleisen gespannt. Bei den in München in Betrieb befindlichen Fahrzeugen gibt es zwei Arten von Stromabnehmern:

Bei den Münchner Linienfahrzeugen kommen ausschließlich Halbscherenstromabnehmer zum Einsatz. Gegenüber den früher verwendeten Scherenstromabnehmern weisen diese weniger Gewicht und Platzbedarf auf. Außerdem reagieren sie weniger träge auf Änderungen der Fahrdrahthöhe.

Scherenstromabnehmer gibt es in München noch beim M4-Museumstriebwagen 2412 sowie bei den Arbeitsfahrzeugen. Diese ersetzten die früher verwendeten Stangen, welche bei jedem Fahrtrichtungswechsel gedreht werden mussten und öfters den Kontakt zum Fahrdraht verloren.

Weichen

siehe » Weichen

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